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7 Mythen des Blutspendens

Wir klären auf, was stimmt und was nicht

Mythen halten sich oft sehr lange. Der Begriff kommt aus dem altgriechischen und bedeutet Rede, Erzählung, sagenhafte Geschichte. Auch im Blutspenden gibt es Mythen. Aussagen, die entweder falsch oder nur teilweise richtig sind, sich aber hartnäckig in den Köpfen der Menschen festgesetzt haben und weitererzählt werden. Wir beleuchten sieben davon.

1. Vor einer Blutspende darf man nichts essen oder trinken.

Ganz im Gegenteil. Verwechselt wird die Blutspende häufig mit der Blutabnahme, wo die Blutwerte im zumeist nüchternen Zustand gemessen werden müssen. Beim Blutspenden ist ausreichendes Trinken und Essen besonders wichtig, da dem Körper 465 ml Blut entnommen werden. Damit es zu keinen Komplikationen kommt, ist es unbedingt notwendig, dem Körper vor und nach der Blutspende ausreichend Nährstoffe und Flüssigkeit zuzuführen.

2. Mit einem Piercing oder einem Tattoo ist man lebenslang von der Blutspende ausgeschlossen.

Falsch. Wer sich ein Piercing oder ein Tattoo stechen lässt, muss lediglich vier Monate pausieren. Danach ist eine Blutspende wieder möglich.

3. Blutkonserven haben kein Ablaufdatum.

Blut ist ein Medikament und hat sehr wohl ein Ablaufdatum. Blutkonserven halten bei einer Kühltemperatur von ca. sechs Grad Celsius 42 Tage. In der Blutspendezentrale bedarf es einer ausgefeilten Logistik. Einerseits müssen immer ausreichend Konserven vorrätig sein, um alle Patienten versorgen zu können. Auf der anderen Seite dürfen nicht zu viele lagernd sein, denn die Blutkonserven sind kostbar.

4. Es gehen so viele Menschen in Österreich Blut spenden, da kommt es auf mich nicht an.

Nein. In Österreich gehen lediglich etwa drei Prozent der Bevölkerung Blut spenden. Im städtischen Raum noch viel weniger, wie etwa in Wien - hier gehen überhaupt nur zwei von hundert Menschen regelmäßig zur Blutspende. Tendenz sinkend. Wichtig ist, dass jeder, der Blut spenden kann, auch zur Blutspende geht. Die Spitäler in Österreich brauchen fast 1.000 Blutkonserven pro Tag.

5. Für eine Blutspende bekommt man Geld.

Das Rote Kreuz hat gute Gründe, warum eine Blutspende nicht bezahlt wird. Die freiwillige und unentgeltliche Blutspende hat einen hohen ethischen Wert: Menschen geben Blut, ohne einander zu kennen, und drücken damit ihre Solidarität mit Schwächeren - mit kranken und verletzten Mitmenschen - aus. Jeder Blutspender muss vor der Spende einen medizinischen Fragebogen ausfüllen. Diese Angaben stellen die zentrale Entscheidungsgrundlage für die gesundheitliche Eignung zum Blutspenden dar. Würde eine Vergütung in Aussicht gestellt, könnte ein Spender der Versuchung erliegen, wichtige Angaben für die Beurteilung seiner Spendetauglichkeit zurückzuhalten.

6. Eine Blutspende ist sehr aufwendig.

Die Blutspende selbst ist in sechs bis acht Minuten erledigt. Davor ist der Fragebogen auszufüllen, es werden einige medizinische Checks gemacht (Kontrolle des Blutdrucks, Messung des Hämoglobinwertes und der Temperatur etc.) und es wird ein Gespräch mit einem Arzt geführt. Nach der Blutspende sollte sich jeder eine kleine Pause gönnen, damit sich der Körper erholen kann. Essen und Trinken sind besonders wichtig. Insgesamt dauert eine Blutspende nur 30 bis 40 Minuten.

7. Die negativen Blutgruppen sind so selten, deshalb sind sie wichtiger.

Richtig ist, dass Rhesus-negative Blutgruppen seltener in der österreichischen Bevölkerung vorkommen. Positive Blutgruppen kommen häufiger vor. Darum gibt es auch sehr viele Patienten, die diese Blutgruppen brauchen. A positiv ist die häufigste Blutgruppe, AB negativ die seltenste.

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Wissenswertes über Blut und Blutgruppen-Verteilung gibt es hier!

 

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Schülerinnen vorm Blut spenden
Schülerinnen der BS Scheygasse vorm Blut spenden.