Seit dem 24. Mai 2013 ist Gerald Schöpfer neuer Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes. In diesem Kurzvideo verrät der "oberste Freiwillige" der Organisation, was ihm spontan zu Begriffen wie Begeisterung, Alt werden oder Verantwortung in den Sinn kommt.
Das Deutsche Rote Kreuz hat die Geschichte der Rotkreuz-Gemeinschaft in einem Kurzfilm zusammengefasst. Die Erzählung zeigt in nicht einmal zehn Minuten die wichtigsten Schritte in der Entwicklung des heutigen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung: Von der Gründung durch den Schweizer Geschäftsmann Henry Dunant über die Rolle vom Internationalen Komitee des Roten Kreuzes bis hin zu den Aktivitäten des weltumspannenden Hilfsnetzwerkes.
Gesprochen werden die kurzes Videos von Jan Hofer (Tagesschau-Sprecher und DRK-Botschafter). Danke an das DRK, dass wir die Filme auf HelpStars verwenden dürfen!
Zurücklehnen und Video ab!
Ebenso wie das DRK gehört auch das Österreichische Rote Kreuz zur 1919 gegründeten Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften. Die Föderation hat im Blick darauf was in den Nationalen Gesellschaften auf Internationaler Ebene passiert. So koordiniert beispielsweise die Einsätze verschiedener Gesellschaften in einem Krisengebiet und unterstützt die Helfer aus den unterschiedlichen Ländern.
Alle Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften auf der Welt setzen sich für das Wohl der Menschen ein. Die wichtigsten Leistungsbereiche sind Katastrophenhilfe, Katastrophenvorsorge, Gesundheits- und Sozialwesen sowie Verbreitung humanitärer Werte und Prinzipien. Darunter fallen eine riesige Bandbreite an Projekten und Aktivitäten in der ganzen Welt.
Heute haben fast 200 Länder die Genfer Abkommen ratifiziert, die den Kern des Humanitären Völkerrechtes bilden. Dass diese Einkommen eingehalten werden, wird vom Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) überwacht. Das IKRK tritt dafür ein, dass die Rechte und Würde der Menschen eingehalten werden. Das IKRK schützt gemeinsam mit den Nationalen Gesellschaften der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung die Menschen und das Leben.
Am Anfang der Rotkreuz-Bewegung steht der Schweizer Geschäftsmann Henry Dunant. Er kam 1859 nach Norditalien wo in der Schlacht von Solferino zwischen Italienern, Franzosen und Österreichern tausende Soldaten schwer verletzt dem Tod überlassen waren.
Diese Bilder schockierten Dunant schwer, der Gedanke an die Verletzten ließ ihn nicht mehr los. Er errichtete mit Hilfe der Dorfbewohner ein Spital in der Kirche und half den Verwundeten, egal auf welcher Seite sie standen. Wieder daheim in der Schweiz schrieb er ein Buch über seine Erlebnisse, das für Aufruhr sorgen sollte.
"Eine Erinnerung an Solferino"
In seinem Bericht "Eine Erinnerung an Solferino" beschrieb er seine traumatischen Erfahrungen und schlug etwas vor, das bis heute Grundlage für die Rotkreuz-Arbeit ist. Er schrieb davonin jedem Land unabhängige Hilfsorganisationen zu gründen, die im Krieg allen Verletzten helfen können. Darauf bauten alle weiteren Abkommen zum Schutz von Verwundeten auf.
Im Jahre 1859 bereiste der Schweizer Geschäftsmann Henry Dunant die damals in Blut und Asche liegende Lombardei. Am Abend einer blutigen Schlacht zwischen Italienern und Franzosen einerseits und Österreichern andererseits kam er nach Solferino und stellte mit Entsetzen fest, dass tausende von verwundeten Soldaten ohne jegliche Hilfe auf dem Schlachtfeld zurückgelassen worden waren, dem sicheren Tod ausgeliefert. Dieses furchtbare Geschehen stand am Anfang des Rotkreuz-Gedankens.
Nachdem Henry Dunant zunächst einmal mit behelfsmäßigen Mitteln an Ort und Stelle eine Hilfsaktion organisiert hatte, berichtete er der Welt, was er gesehen hatte; er schrieb "Eine Erinnerung an Solferino", ein Buch, das ganz Europa erschütterte. In diesem Tatsachenbericht schlägt Dunant eine Lösung vor. Er will den Unzulänglichkeiten der Sanitätsdienste der Armeen dadurch begegnen, dass in Friedenszeiten "freiwillige Helfer" ausgebildet werden, deren "Neutralisierung" bis aufs Schlachtfeld durchgesetzt wird.
Vier Genfer - der Bankier Gustave Moynier, General Guillaume-Henri Dufour sowie die Ärzte Louis Appia und Théodore Maunoir - schließen sich Dunant an, um das "Internationale Komitee der Hilfsgesellschaften für Verwundetenpflege" - das künftige Internationale Komitee vom Roten Kreuz - zu gründen.