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"Legalize it"?

Ob legal oder illegal - Drogen schaden uns

Sie befriedigen die Neugier von Abenteurern, zerstören Körper und Geist der regelmäßigen Konsumenten, füllen die Geldbörsen der Produzenten und machen Dealer erfinderisch, um ihre Ware an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Drogen haben etwas Verruchtes, Verbotenes - nicht umsonst heißt es "Sex and Drugs and Rock 'n' Roll". In Österreich ist der Konsum vieler Drogen zwar nicht verboten, das Dealen damit aber sehr wohl. Überspitzt formuliert: Nehme ich Drogen, ist das ok. Kaufe ich welche, bin ich kriminell. Nicht die einzige gesetzliche Schiziphrenie, wenn es um den Umgang mit Drogen geht. 


Mit rund 500.000 regelmäßigen Kiffern ist in Österreich die am häufigsten konsumierte illegale Droge Kanabis.

Da sie hierzulande unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, ist es strafbar Kanabis zu kaufen, zu besitzen oder an andere weiterzugeben. Da Konsum ohne Besitz ja kaum möglich ist, ist in der Praxis auch der Konsum nicht erlaubt. In den oft als "Kifferparadis" bezeichneten Niederlanden ist der Besitz von fünf Gramm Kanabis erlaubt, wodurch in der Praxis derzeit auch der Konsum nicht verboten ist. Diskutiert ist das Thema aber hier wie dort, mit stimmigen Argumenten auf allen Seiten.



Selbstverantwortung statt Verbot?

Hierzulande empfinden einige den Umgang mit dem Thema Kiffen als zu streng und fordern eine Legalisierung der Droge. Initiativen dazu gab es immer wieder. Auch die Politik stürzt sich in regelmäßigen Abständen auf das Thema - und das sicher nicht ohne Kalkül. Momentan sind es die Jungen Liberalen Neos (JUNOS), die mit dem Thema Drogen in den Schlagzeilen stehen. Sie fordern nicht nur die Legalierung von Kanabis sondern gleich von allen anderen bislang verbotenen Substanzen. Angesichts der hohen Zahl an Drogentoten in Österreich (2013 waren es offiziell 176), auf den ersten Blick ein eher merkwürdiges Anliegen.

Die JUNOS stützen sich in ihrer Argumentation auf die freie Entscheidung eines jeden einzelnen. Durch Verbote könne man Menschen nicht davon abhalten seinem Körper Schaden zuzufügen.

Die Legalisierungs-Befürworter sehen das Problem in der Illegalität, die Gegner weisen auf die Gefahr von Drogen bei offener Verfügbarkeit hin. Wie ist es tatsächlich? Sind Drogen nur deshalb interessant, weil sie verboten sind? Gäbe es weniger oder womöglich mehr Süchtige, wenn Drogen an offiziellen Stellen verkauft würden und nicht beim Dealer um die Ecke?



Kaum vorstellbar, dass lebensbedrohende Drogen wie Heroin irgendwann frei erhältlich sein werden. Und das ist gut so. Die Kanabis-Diskussion wird es allerdings auch weiterhin geben - nämlich zwischen denen, die darin eine gefährliche Einstiegsdroge sehen, und den anderen, die nichts dabei finden, ab und zu einen zu rauchen. Ob sich das Gesetz in eine liberale Richtung drehen wird oder ob das Suchtmittelgesetz so bleibt wie es derzeit ist, wird sich zeigen.

Ob Drogen- oder Magersucht oder andere Zwänge: Süchte beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen stark. Der Weg aus der Sucht ist lang und steinig.
©BeaUhart/Fotolia.com

Suchtmittelgesetz

In Österreich ist der Umgang mit Suchtmitteln gesetzlich geregelt. Zu den Suchtgiften gehören unter anderem Cannabis, Kokain, Opiate, LSD, Psilocybin oder Amphetamin. Dazu kommen weitere Drogen, die unter verschiedenen Namen in Umlauf sind. Der Konsum von Suchtgiften ist nicht strafbar, dafür sind das Kaufen, Verkaufen und sogar der Besitz illegal. Obwohl Alkohol und Nikotin süchtig machen und giftig sind, unterliegen sie nicht diesem Gesetz.