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Baustelle Body

Frauen und Männer tun es. Stars tun es. Und jede Dritte muss zum Nachbessern ein zweites Mal auf den OP-Tisch.

Jede Vierte denkt daran, immer mehr tun es wirklich, und immer mehr Männer tun es auch. Was bringen Schönheits-OPs? Sieht man dann aus wie ein Star? Und wie sehen die Stars wirklich aus?


Das YouTube-Video „Body Evolution – Model Before and After” (siehe rechts) zeigt in einer Minute, wie die Schönheitsideale unserer Zeit kreiert werden, denen wir nacheifern. Lange Beine, große Augen, schmollende Lippen, knackiger, flacher Po! Nur: Das Model im YouTube-Video gibt es so gar nicht. Kein Schönheitschirurg könnte diesen Körper erschaffen. Nur ein Bildbearbeitungsprogramm namens Photoshop.


Wird man schöner?

Mädchen vergleichen ihren Körper mit den makellosen Bodys aus Medien und Fernsehen. Und wünschen sich oft eine Schönheitsoperation – also einen Eingriff ohne medizinische Notwendigkeit. Man lässt sich betäuben, aufschneiden, straffen oder glätten. Der Busen wird mit Silikoneinlagen vergrößert, die Lippen werden mit Botox aufgespritzt.

Die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte Beate Wimmer-Puchinger erklärt die Folgen: „Durch den Vergleich mit diesen Bildern verliert man den Bezug zum eigenen Körper.“ Wenn es das Ziel der Operation ist, einen Körper zu bekommen wie die Frauen in den Modezeitschriften, dann sind die Chancen nicht sehr groß: Manche Models mögen operiert sein, andere sind magersüchtig und damit todkrank. 

Die OP nach der OP

Nicht immer endet die Operation mit einer Verbesserung.

Nach der OP verlässt man das Krankenhaus mit Schwellungen und Blutergüssen. Der Heilungsprozess kann mehrere Wochen dauern. Nach jeder dritten Schönheits-OP muss „nachgebessert“ – also noch einmal operiert – werden. Am Ende ist nach einer Umfrage der deutschen „Stiftung Warentest“ ein Viertel der Patienten unzufrieden. Besonders umstritten sind solche Eingriffe an Jugendlichen, die sich im Wachstum befinden. Viele Fachleute halten es nicht für vertretbar, Jugendlichen Silikon einzusetzen. Erlaubt ist es – wenn die Eltern zustimmen. 

Gefälscht statt operiert

Aber viel häufiger sind es nicht die Menschen auf den Fotos, die „nachbearbeitet“ wurden – sondern die Fotos selbst.

Mit dem Programm Photoshop werden Schenkel schlankgezeichnet, Busen runder gemacht und die Haut rein und makellos. Den knackigen, straffen und doch samtigen Po auf dem Plakat gibt es gar nicht – keine Frau auf der Welt hat so einen, und kein Chirurg kann ihn „erschaffen“. Nach einer Umfrage kann jede vierte Frau in Österreich sich vorstellen, sich für die Schönheit operieren zu lassen. Und nicht nur Frauen: Jede sechste Schönheits-OP wird bereits an Männern durchgeführt, und bei Jugendlichen steigt das Interesse. In Deutschland lassen sich nach Schätzungen jährlich 100.000 unter 18-Jährige die Brust vergrößern oder die Nase verformen. Sehen sie dann aus wie Kate Winslet, America Ferrara, Jessica Simpson, Sarah Jessica Parker? Zumindest eins haben sie mit ihnen gemeinsam: Sie sind operiert!

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