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Raus aus dem Geschlechterkorsett

„Wenn nicht ich, wer? Wenn nicht jetzt, wann?“, fragt Emma Watson mit Tränen in den Augen bei der Vorstellung ihrer Kampagne „HeForShe“.

In ihrer Rolle als Hermine erlebte Emma Watson an der Seite ihrer Filmfreunde Harry Potter und Ron Weasley die wildesten Abenteuer. Doch während sie als Kind und Teenager als Schauspielerin in einer Zauberwelt gegen das Böse kämpfte, setzt sie sich als Erwachsene nun in der Realität für die Gleichberechtigung von Mann und Frau ein. Seit wenigen Monaten ist die 24-Jährige Uno-Sonderbotschafterin für Frauen- und Menschenrechte. In dieser Rolle traute sie sich nun auch ans Rednerpult und stellte - mit viel Professionalität und jeder Menge Emotionen - ihre Kampagne „HeForShe“ („ErfürSie“) vor. Dabei ruft sie vor allem Männer auf, sich von ihren Fesseln zu befreien und damit auch die der Frauen zu sprengen. Denn wenn sie sich nicht mehr in ein Korsett pressen lassen, dann müssten das auch die Frauen nicht mehr tun.

 

Harte Kerle und sensible Mädchen

 

Dass das tatsächlich so sein könnte zeigt Emma anhand einiger Beispiele. Sinngemäß meint sie, dass sich Männer oftmals nicht trauen ihre sensible Seite zu zeigen und wenn, dann werden sie schnell in die Abteilung „Weichei“ verbannt. Auch ihre Rolle in der Familie wird unterschätzt, dabei brauchen Kinder ihren Papa nicht weniger als ihre Mutter. Gefühle ausdrücken – Fehlanzeige. Weinen sowieso.  Für Frauen gilt das Gegenteil. Setzt sich ein Mann für seine Interessen ein, empfindet man ihn als charakterstark und durchsetzungskräftig. Tut eine Frau dasselbe, gilt sie schnell als stur oder unnachgiebig.  „Wenn Männer nicht kontrollieren müssen, werden Frauen nicht mehr kontrolliert“, sagt Emma und hofft hier den Schlüssel des Problems gefunden zu haben. „Ohne Männer gibt es keine Veränderung!“.

 

Feminismus heißt nicht Männerhass

 

Emma ermutigt dazu, sich als Feministinnen einer neuen Generation zu outen, denn eine männerhassende Emanze will niemand sein und möchte auch keiner haben. Es geht um Gleichheit nicht um Gleichmachung – um dieselben Chancen und um persönliche Freiheit. Sie selbst hat als Engländerin aus gutem Hause all das erfahren und ist damit eine der wenigen privilegierten Mädchen auf der Welt. Neben viel Applaus erntete Emma für ihr Engagement aber auch negatives Feedback. „Männerhassende Zicke“, „Schlampe“ und noch Schlimmeres posteten manche – freilich anonym – in Foren und auf Social-Media-Kanälen. Hacker drohen damit Nacktfotos des Stars zu veröffentlichen und zeigen sich so genau so dumm und aggressiv, wie das Klischee es vom beleidigten, emotionslosen Mann verlangt.

 

An der eigenen Nase nehmen

 

Kritiker stießen sich an manchen Aussagen von Emma und daran, dass ihr Engagement geschauspielert und nicht ehrlich wirke; dass sie selbst in der Schauspiel- und Modewelt oder als Werbegesicht Klischees lebe, die sich nicht mit ihrer Rolle als Feministin vereinbaren ließen. Die Rede sei „nett“ gewesen meinen die einen, „eine sichere Bank“ die anderen. Wie viel Feministin in der wahren Emma Watson steckt, weiß wohl nur sie selbst. Allerdings: Es ist unbezahlbar, dass eine so erfolgreiche, junge Frau für Gleichberechtigung eintritt. Denn mit einem hat sie ganz sicher Recht, nämlich damit, dass für ein freies Leben mehr kämpfen müssen, als eine kleine Gruppe an deklarierten Feministinnen. „Wenn nicht ich, wer? Wenn nicht jetzt, wann?“.

Emma Watson wird medial klischeehaft vermarktet. Das hält sie nicht davon ab, sich für die Rechte von Frauen und Männern einzusetzen.

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